Wichtige Erkenntnisse
Das Verständnis dafür, wie die Öffnungsgröße die Barcode-Bewertung beeinflusst, ist entscheidend für genaue Verifizierungsergebnisse.
- Die Öffnungsgröße beeinflusst die Barcode-Bewertung, indem sie die Sichtbarkeit von Defekten und die Lichtreflexion beeinflusst.
- Kleinere Öffnungen erkennen Fehler präziser, sind jedoch empfindlich gegenüber Texturen.
- Größere Öffnungen glätten Defekte, heben jedoch Probleme mit der Farbverteilung hervor.
- Befolgen Sie ISO und GS1-Standards, um die richtige Öffnung für 1D- und 2D-Codes auszuwählen.
Da die Größe der Öffnung so wichtig ist, wird sie im Rahmen einer Klasse angegeben. Barcode-Verifier melden eine formale Bewertung. Diese Klasse wird in einem Format gemeldet, in dem auf einen nummerischen Bewertungswert zunächst die Öffnungsgröße, dann die Wellenlänge des verwendeten Lichts und bei Bedarf der Lichteinfallswinkel folgt. Eine Klasse sieht dann folgendermaßen aus: 3.0/08/660/45Q. Die Angabe 3.0 würde für Klasse B und 08 für eine Öffnung von 0,008 Zoll mit Licht mit einer Wellenlänge von 660 nm und einem Einfallswinkel von 45° von vier Seiten stehen. Die Öffnung wird in der Klassifizierung in Tausendsteln eines Zolls angegeben, unabhängig davon, ob ein metrisches System verwendet wird oder nicht.
Für die Bewertung eines 1D-Barcodes werden alle Striche und Zwischenräume horizontal erfasst. Das von der Öffnung zum Sensor reflektierte Licht wird verwendet, um ein SRP (Scan Reflectance Profile) genanntes Profil zu erstellen. Die gesamte 1D-Bewertung basiert auf diesem Profil. Die Änderung der Öffnungsgröße kann die reflektierte Lichtmenge und damit das Profil ändern. Kleinere Öffnungen erfassen Schäden als größer, während größere Öffnungen den Schadenseffekt verringern. Bei einer kleineren Öffnung ist Druck-Wachstum kein wichtiger Faktor, bei größere Öffnungen hingegen schon.
Für die Bewertung von 2D-Barcodes wird ein Raster mithilfe von Taktspuren und Ausrichtungsmustern erzeugt. Die Schnittpunkte des Rasters liegen in den Mittelpunkten der einzelnen Module des Codes. Die Öffnungen werden auf den Schnittpunkten positioniert. Die Änderung der Öffnungsgröße kann im Hinblick auf Tintenstreuung, Substrattextur usw. große Auswirkungen haben. Bei kleineren Öffnungen treten zwar keine Probleme mit Tintenstreuungen auf, sie sind aber im Hinblick auf Defekte oder die Substrattextur empfindlicher. Eine größere Öffnung kann Mängel oder Texturen verwischen oder ausgleichen, ist jedoch anfälliger für Tintenstreuungen. Die Tintenstreuung oder andere Markierungsprobleme sind am deutlichsten in der Reflexion einer Zelle sichtbar, die von Zellen der entgegengesetzten Farbe umgeben ist.
Also, welche Öffnungsgröße sollte ein Bediener verwenden? Richtlinien für Öffnungsgrößen sind in den Bewertungsstandards enthalten, aber selbst dort wird empfohlen, dass sich die Öffnungsgröße nach der Anwendung richten sollte. Zum Beispiel gibt die GS1-Organisation für UPC- und EAN-Codes, die wir täglich auf unseren gekauften Produkten sehen, die Öffnungsgröße vor. Die Tabellen in ihrer allgemeinen Spezifikation geben dem Benutzer an, in welcher Größe die Codes gedruckt werden können und welche Mindestanforderungen an die Qualität gestellt werden. Siehe die folgende Tabelle und beachten Sie die formale Bewertung, die als Methode verwendet wird, um festzulegen, was akzeptabel ist: C-Klasse oder besser (1,5) unter Verwendung einer 6-mil-Öffnung (0,006 Zoll) und 660-nm-Licht.
Ohne Anwendungsnorm für Richtlinien basieren die allgemeinen Regeln für 1D-Barcodes auf der X-Dimension.
- Für Codes mit x-Maßen von 4–7 mil sollte eine Öffnung von 3 mil verwendet werden
- Für Codes mit x-Maßen von 8–13 mil sollte eine Öffnung von 5 mil verwendet werden
- Für Codes mit x-Maßen von 14–25 mil sollte eine Öffnung von 10 mil verwendet werden
- Für Codes mit x-Maßen über 25 mil sollte eine Öffnung von 20 mil verwendet werden
Laut ISO-15415 muss die Öffnung für 2D-Codes 80 % des x-Maßes betragen. Wenn Unternehmen Codes mehrerer Größen verwenden, kann eine Öffnung verwendet werden, die 80 % des x-Maßes der kleinsten Codes entspricht.
Ein Hinweis zur Öffnung bei der Verwendung der Bewertungsnorm ISO-TR29158. Für dieses Bewertungsverfahren wird eine Vielzahl von Öffnungen zum Dekodieren des Barcodes verwendet und somit werden Öffnungen von 50 % und 80 % des x-Maßes zur Bewertung des Codes eingesetzt. Das Symbol muss mit genau einer oder mehreren dieser Öffnungen decodiert werden, damit der Bewertungsparameter „Dekodierung“ bestanden wird. Daraufhin wird die bessere der beiden Bewertungen gemeldet. Wird ISO-TR29158 verwendet, kann der Benutzer keine Öffnung auswählen, da diese automatisch berechnet wird.