Wichtige Erkenntnisse
Der Schlüssel zu einer effektiven Barcode-Verifizierung ist der Einfluss des Beleuchtungswinkels. Die folgenden Schlüsselpunkte beschreiben, wie verschiedene Beleuchtungstechniken für präzises Scannen, gute Lesbarkeit auf Oberflächen und die Konformität mit Industriestandards eingesetzt werden können:
- Verwenden Sie eine 45-Grad-Beleuchtung für Standard-1D- und 2D-Barcodes auf flachen Oberflächen.
- Wenden Sie eine 30-Grad-Beleuchtung für gekrümmte oder texturierte Oberflächen an, um die Lesbarkeit zu verbessern.
- Entscheiden Sie sich für eine 90-Grad-Beleuchtung, um reflektierende Oberflächen zu behandeln und den Kontrast zu verbessern.
- Die richtige Beleuchtung stellt die Konformität mit ISO-Normen und eine genaue Barcode-Verifizierung sicher.
Barcode-Verifier erstellen Berichte über die Code-Qualitätsparameter und validieren die Daten bezüglich ihrer Konformität mit den Code-Qualitätsrichtlinien der Internationalen Organisation für Normung (ISO) sowie den branchenspezifischen Anwendungsstandards. Jede Richtlinie beschreibt die für die richtige Beleuchtung eines Codes erforderliche Beleuchtungsvariante. Nachfolgend finden Sie eine kurze Übersicht des idealen Beleuchtungswinkels für gebräuchliche Barcodetypen.
| Beleuchtungswinkel | Barcode-Typ |
| 45-Grad | Für 1D- und 2D-Barcodes, die auf flache Oberflächen (Etiketten) gedruckt sind, kann aber auch für DPM-Barcodes verwendet werden |
| 30-Grad oder Dom | Für DPM-Barcodes, die auf gekrümmte oder texturierte Teile gedruckt sind |
| 90-Grad | DPM- oder nadelgeprägte Codes, die auf stark reflektierende Oberflächen gedruckt oder angebracht sind |
Unten ist ein Beispiel davon abgebildet, wie der gleiche Barcode bei Verwendung einer anderen Beleuchtung völlig anders aussieht. Das Bild links zeigt ein lasergeätztes Symbol auf Metall, das im 45-Grad-Winkel beleuchtet wird. Der Hintergrund ist dunkel, da die glänzende Oberfläche das einfallende Licht weg und nicht nach oben zur Kamera hin reflektiert. Der markierte Bereich glänzt nicht und streut etwas Licht, das nach oben in die Kamera geht. Rechts wird das 90-Grad-Licht, das direkt nach unten einfällt, zurück in die Kamera reflektiert, daher erscheint der glänzende Hintergrund hell. Der markierte Bereich des Codes spiegelt jedoch kaum und sieht daher dunkel aus. Beachten Sie, dass das linke Bild zeigt, wie dieser Code als Nicht-DPM-Symbol mit wenig Kontrast aussehen würde. Das Bild rechts wirkt andererseits viel heller und hat einen höheren Kontrast. Das war einer der Hauptgründe hinter der Entwicklung der Klassifizierungsmethode ISO/IEC TR 29158 AIM DPM.
Beim Arbeiten mit Codes, die direkt auf die Oberfläche eines Teils oder auf eine gekrümmte Oberfläche gedruckt sind, macht eine zusätzliche 30-Grad-Beleuchtung einen großen Unterschied. Verifier von DPM-Codes bieten zusätzlich zu den 45-Grad-Beleuchtungsoptionen 30Q, 30T, 30S und 90. 30Q bedeutet hierbei, dass alle vier Seiten in einem 30-Grad-Winkel beleuchtet werden. 30T bedeutet Beleuchtung von zwei Seiten und hat zwei Optionen: das Licht kann von oben und unten oder von links und rechts kommen. 30S bedeutet Licht von einer Seite, daher gibt es vier verschiedene Beleuchtungsoptionen.
Zweiseitiges Licht oder 30T ist für gekrümmte bzw. texturierte Oberflächen ideal. Die nachfolgenden Bilder zeigen ein Objekt mit einer gebürsteten Oberflächentextur. Das Bild links zeigt Licht von links und rechts. Links sehen wir den Effekt der gebürsteten Oberfläche, die einen Teil des Lichts von der linken und rechten Lampe von einem „tangentialen“ Punkt auf den Bürstenstrichen reflektiert. Das Bild rechts zeigt Licht von oben und unten. Um das beste Bild zu erzielen, sollte das Licht parallel zum Bürstenstrich ausgerichtet sein. Ist das Licht parallel, wird es wie auf einer glänzenden flachen Oberfläche reflektiert. Die Möglichkeit, Licht von zwei und nicht von vier Seiten zu verwenden, war ein weiterer treibender Faktor hinter der Entwicklung der AIM DPM Bewertungsmethode.